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Die Sage um Ückendorf

Der Ückendorfer Platz bildet das historische Herz des Stadtteils Ückendorf. Er entstand aus dem sogenannten Burbrink, dem ursprünglichen Dorfplatz der damaligen Gemeinde. Einst war der Platz von Lindenbäumen umgeben – eine Erinnerung daran trägt noch heute der Straßenname „Im Lindacker“. In seiner Mitte befand sich ein von einer natürlichen Quelle gespeister Dorfteich, der „Amtsteich“. Dieser wurde 1898 im Zuge des Umbaus der Straßenbahnlinie 2 trockengelegt.

Auf dem Platz stand der „Lindenstein“, ein großer Findling, der seinen Namen seiner Lage unter der Dorflinde verdankte. Der Stein diente den Dorfbauern als Versammlungsort und war zugleich Stätte der niederen Gerichtsbarkeit, an der bis ins 18. Jahrhundert hinein Urteile gesprochen wurden.

Als sich der Ückendorfer Platz zunehmend zu einem Verkehrsknotenpunkt entwickelte, wurde der Lindenstein zunächst an das Amtshaus in der Ziegelstraße versetzt. Heute befindet er sich am Haupteingang des Von-Wedelstaedt-Parks.

Einer alten Sage zufolge soll der Lindenstein von einem Riesen, der auf dem Tippelsberg im heutigen Bochum-Riemke wohnte, im Streit mit einem anderen Riesen vom Mechtenberg in Essen-Kray auf den Ückendorfer Dorfplatz geschleudert worden sein. Der Stein war damals so bekannt, dass seine bloße Existenz als Beweis für die Wahrheit dieser Geschichte galt.

En stüksken van de twei risengripers op den Tieppelsbiarg un op den Mechtenbiarg.

Git wietet doch alle, dat frööer op den Mechtenbiarg en rise wuonde un enen op de Tieppelsbiarg. De Tieppelsbiarg liet en stünken van Baukem un de Mechtenbiar liet enige smiet wiages van Watsche na Allenessen hen.

De beiden risen bokken ümmer tehoupe broud. Einmal moch de eine backen, dann brach de andere sin broud un so gonk et ümmer üm. Nu moch es de kedel op den Mechtenbiarg broud backen, un de vam Tieppelsbiarge moch sine Knisten brengen. Wann nu de rise op den Mechtenbiarg in den truag schrappen, dann war et tid, dat de vam Tieppelsbiarge sin broud brach. Dat schrappen i de truag ludden uwwer so hat, as wann et gedonnert hedde.

– As nu de stunne da was, wa de rise achter Baukem denner kommen moch, schrappen sik de op de Leithe faquanz an den rüggenstrank un depper darunner. Dat konn awwer de op den Tieppelsbiarg häören, un he kam ok richtich un brach de broude. Awwer da ha de in de Leithe nach nich de uawen angebot, un de van Baukem kam te fröü. Da wor he so böüse, dat he enen stein nam un den einen risen smeit. Dä leip awwer wech un kam in en paar sprüngen in Ueckentüarp an. Da fol ok de stein terdale, un he liet nach di dat spreitenhüsken. Den grouten stein kent alle lüe, de in de giegend wont, un he het nich andes as de groute kieseling van de kedel op den Tieppelsbiarg.“

Text: Wikipedia  (CC-by-sa-3.0),

Quelle

Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 287.

Die Sage um Ückendorf
Foto.W. Müller

Der Ückendorfer Platz – Historisches Zentrum Ückendorfs

Der Ückendorfer Platz bildet das historische Zentrum des Stadtteils Ückendorf. Er ging aus dem Burbrink, dem ursprünglichen Dorfplatz der Gemeinde, hervor. Der Platz war einst von Lindenbäumen gesäumt – daran erinnert noch heute der Straßenname „Im Lindacker“ in der Nähe. In seiner Mitte befand sich der von einer natürlichen Quelle gespeiste Dorfteich, auch „Amtsteich“ genannt, der im Jahr 1898 im Zuge des Gleisumbaus für die Straßenbahnlinie 2 trockengelegt wurde

. Auf dem Platz stand außerdem der sogenannte Lindenstein, ein großer Findling, der seinen Namen seiner Lage unter der Dorflinde verdankte. Er markierte den traditionellen Versammlungsort der Dorfbauern und diente zugleich als Richtstätte der niederen Gerichtsbarkeit, an der bis ins 18. Jahrhundert hinein Recht gesprochen wurde.

Entwicklung zum Verkehrsknotenpunkt

Mit dem Ausbau des Verkehrs entwickelte sich der Ückendorfer Platz zu einem wichtigen Knotenpunkt. Der Lindenstein wurde in diesem Zuge zunächst an das Amtshaus in der Ziegelstraße versetzt; heute befindet er sich am Haupteingang des Von-Wedelstaedt-Parks.

Sage vom Lindenstein

Einer alten Sage zufolge soll der Lindenstein von einem Riesen, der auf dem Tippelsberg (im heutigen Bochum-Riemke) hauste, im Streit mit einem anderen Riesen auf dem Mechtenberg (im heutigen Essen-Kray) auf den Ückendorfer Dorfplatz geworfen worden sein. Der Stein war seinerzeit so bekannt, dass allein seine Existenz als Beweis für die Wahrheit dieser Sage galt.

Quellen:

Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster 1977, S. 287.

Johannes Weyer: Die Forschungsstelle für das Volkstum im Ruhrgebiet (1935–1941). Ein Beispiel für Soziologie im Faschismus. In: Soziale Welt, 35 (1984), S. 128.

Die Ückendorfer Straße – historische Hauptachse des Stadtteils

Aus historischer Perspektive war nicht die Bochumer Straße, sondern die Ückendorfer Straße die eigentliche Hauptverbindung Ückendorfs. Sie führte vom Hellweg in Wattenscheid zum Lippe-Hellweg und durchquerte dabei den dörflichen Mittelpunkt des Stadtteils – den heutigen Ückendorfer Platz.

Die alte Schule an der Ückendorfer Straße

Nachdem an der Ecke zur heutigen Straße „Festweg“ die erste Schule Ückendorfs errichtet worden war, erhielt die Straße erstmals einen offiziellen Namen und wurde „Schulstraße“ genannt. Ihren heutigen Namen trägt die Ückendorfer Straße erst seit der Eingemeindung Ückendorfs nach Gelsenkirchen. Auch die frühere Straßenbahnlinie 2 – die heutige Linie 302 der BOGESTRA – verlief ursprünglich nicht über die Bochumer, sondern über die Ückendorfer Straße. Anfangs war die Strecke lediglich eingleisig. Der Straßenbahnverkehr auf der Ückendorfer Straße wurde schließlich im Jahr 1955 eingestellt.

Quellen:

Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster (Westfalen) 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 287.

Johannes Weyer: Die Forschungsstelle für das Volkstum im Ruhrgebiet (1935–1941). Ein Beispiel für Soziologie im Faschismus. In: Soziale Welt, 35 (1984), S. 128. (PDF, Memento vom 29. Juni 2015 im Internet Archive)

Alte Schule an der Ückendorfer Straße

Nachdem an der Ecke zum Festweg die erste Ückendorfer Schule errichtet wurde, erhielt die Straße erstmals einen Namen und wurde „Schulstraße“ Straße genannt. Ihren heutigen Namen erhielt die Ückendorfer Stzrasse erst mit der Eingemeindung Ückendorfs nach Gelsenkirchen. Auch die Straßenbahnlinie 2, die heutige Linie 302 der BOGESTRA, verlief seinerzeit nicht über die Bochumer, sondern über die Ückendorfer Straße, und zwar Anfangs lediglich eingleisig. Der Straßenbahnverkehr auf der Ückendorfer Straße wurde 1955 eingestellt

Quellnachweise:

Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 287. Johannes Weyer: Die Forschungsstelle für das Volkstum im Ruhrgebiet (1935–1941). Ein Beispiel für Soziologie im Faschismus. In: Soziale Welt, 35: 1984, S. 128 PDF (Memento vom 29. Juni 2015 im Internet Archive)

Die Üeckendorfer Str.